
Ein vollständiger Leitfaden für alle, die spüren, dass etwas nicht stimmt – aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen
Einleitung: Schutz ist keine Paranoia – Schutz ist Hygiene
Magischer Schutz. Als ich vor vielen Jahren meinen Weg begann, dachte ich: „Magischen Schutz brauchen nur Leute, die ständig kämpfen, auf Friedhöfe gehen oder mit dunklen Mächten arbeiten.“ Ich lag falsch.
Schutz ist wie Zähneputzen. Du wartest nicht, bis die Zähne wehtun – du putzt sie täglich, weil du weißt: Vorbeugen ist einfacher als heilen.
In der Magie ist es genauso.
Wir leben in einer Welt, in der Energien ständig aufeinandreffen. In der U-Bahn, bei der Arbeit, in der Familie, an der Supermarktkasse. Jemand beneidet dich. Jemand wünscht dir im Streit etwas Böses. Jemand geht einfach mit schwerer Energie an dir vorbei. All das hinterlässt Spuren.
Manchmal sammeln sich diese Spuren über Jahre. Manchmal kommt etwas Gezieltes dazu – ein bewusster Angriff. Und dann fühlst du: „Irgendwas stimmt nicht mit mir. Aber ich weiß nicht, was.“
Dieser Artikel ist für dich, wenn du:
- ständig müde bist, ohne Grund
- schlecht schläfst und zerschlagen aufwachst
- dich mit deinen Liebsten ohne Anlass streitest
- Geld, Dinge oder Chancen verlierst
- eine Schwere in dir oder in deiner Wohnung spürst
- den Verdacht hast, dass dir jemand „etwas angetan“ hat
Ich zeige dir, wie du dich selbst prüfst. Wie du leichte Belastungen selbst lösen kannst. Woran du erkennst, dass du einen Profi brauchst. Und vor allem: wie du dir dabei nicht schadest.
Fangen wir an.
Kapitel 1: Bevor du reinigst – stell sicher, dass es etwas zu reinigen gibt
Der häufigste Fehler von Anfängern: Sie suchen Magie, wo keine ist.
Müde? – Schlecht geschlafen.
Geld verloren? – Warst unaufmerksam.
Streit mit der Frau? – Selbst schuld.
Nicht jede Krise ist ein Fluch. Bevor du in Panik verfällst, prüf erst die Basics:
- Isst du regelmäßig und gesund?
- Trinkst du genug Wasser?
- Kommst du an die frische Luft?
- Hast du chronische Krankheiten, die sich gerade melden?
Wenn das alles okay ist und die „Schwere“ nicht weggeht – dann kannst du weiterschauen.
Aber selbst wenn du einen Angriff vermutest: Keine Panik. Panik öffnet Türen. Ruhe ist dein erster Schutzschild.
Kapitel 2: Drei einfache Methoden zur Selbst-Diagnose
Ich zeige dir drei Methoden, mit denen du prüfen kannst, ob du belastet bist. Sie sind uralt, sie sind erprobt, und sie sind sicher – wenn du sie richtig machst.
Methode 1: Das Ei im Wasserglas – die einfachste Diagnose
Du brauchst:
- ein klares Glas (am besten ein einfaches Trinkglas, kein Kristall)
- sauberes Wasser (abgefüllt oder gefiltert, nicht direkt aus dem Hahn)
- ein frisches rohes Ei (am besten vom Bauern, nicht das älteste aus dem Supermarkt)
So geht’s:
- Fülle das Glas mit Wasser. Es sollte so viel sein, dass das Ei später nicht den Boden berührt, wenn du es reinschlägst.
- Schlag das Ei vorsichtig in das Glas. Der Dotter muss ganz bleiben. Wenn er zerläuft – nimm ein neues Ei und fang nochmal an.
- Stell das Glas mit dem Ei auf deine Kopfkrone. Ja, wirklich auf den Kopf. Halt es mit einer Hand fest. Bleib 2–3 Minuten so sitzen.
- Dann stell das Glas vorsichtig ab und sieh es dir an. Am besten bei Tageslicht, nicht im Neonlicht der Küche.
Was du sehen kannst:
- Alles normal: Das Eiweiß liegt um den Dotter, keine Fäden, keine Blasen, keine Spitzen – alles gut.
- Fäden nach oben: Das können erste Anzeichen von Belastung sein. Je länger und fester die Fäden, desto stärker.
- Blasen im Eiweiß: Oft ein Zeichen für emotionale Angriffe, Neid, Streit.
- Schwarze Punkte oder Spitzen im Dotter: Vorsicht. Das kann auf ernsthaftere Energiearbeit gegen dich hinweisen.
- Dotter gesunken, Eiweiß flockig: Auch ein Warnzeichen.
Wichtig: Einmal testen reicht nicht. Mach es drei Tage hintereinander. Oder eine Woche lang immer am selben Wochentag. So siehst du Muster.
Was tun mit dem Ei? Auf keinen Fall in den Ausguss kippen. Das Wasser mit Ei gehört in die Toilette (mit Spülung) oder draußen in den Boden – aber nicht dort, wo Menschen laufen. Sag vorher: „Alles, was nicht mir gehört, geh zurück, woher es kam. Oder geh ins Licht.“
Methode 2: Die Kerzen-Diagnose – schneller Check für Zuhause
Du brauchst:
- eine weiße Kerze (am besten eine dicke, die mindestens eine Stunde brennt)
- ein Glas Wasser
- einen ruhigen Moment
So geht’s:
- Stell die Kerze vor dich. Zünd sie an. Stell das Glas Wasser daneben.
- Bitte laut oder leise: „Zeigt mir, ob etwas auf mir liegt. Zeigt mir die Wahrheit.“
- Beobachte die Flamme. Mindestens 10–15 Minuten.
Was du sehen kannst:
- Ruhige Flamme: Alles klar.
- Flamme flackert, knistert, raucht schwarz: Unruhe, vielleicht Fremdenergie.
- Kerze weint stark auf einer Seite: Könnte auf Tränen, Verlust, Kummer hinweisen.
- Kerze geht immer wieder aus: Sehr auffällig. Eventuell starke Blockade.
Lass die Kerze sicher abbrennen. Das Wasser danach wegschütten (Toilette oder draußen).
Methode 3: Der Körper-Test – dein bester Detektor
Dein Körper spürt oft als Erster, wenn etwas nicht stimmt. Frag dich ehrlich:
- Fühle ich mich in manchen Räumen plötzlich unwohl?
- Bekomme ich Gänsehaut, obwohl es warm ist?
- Hab ich das Gefühl, beobachtet zu werden, obwohl niemand da ist?
- Reagieren Tiere komisch auf mich (Hund knurrt, Katze faucht ohne Grund)?
- Hab ich plötzlich starke Stimmungsschwankungen ohne Auslöser?
- Kältegefühl?
Drei oder mehr Ja-Antworten können ein Hinweis sein. Aber auch hier: Immer mit den anderen Methoden gegenchecken.
Kapitel 3: Die erste Hilfe – einfache Reinigungsmethoden für Zuhause
Wenn die Diagnose gezeigt hat, dass etwas auf dir lastet, kannst du mit sanften Methoden beginnen. Hier sind die sichersten für Anfänger.
3.1 Das Reinigungsbad (Omi Ero)
Das ist die einfachste und trotzdem eine der wirkungsvollsten Methoden. In der Yoruba-Tradition nennen wir es Omi Ero – Wasser, das wäscht, was nicht zu dir gehört.
Du brauchst:
- grobes Meersalz (kein Jodsalz)
- ein paar Zweige Rosmarin (oder Lavendel, Beifuß – was du hast)
- eine Schüssel mit lauwarmem Wasser
- eine Dusche oder Badewanne
So geht’s:
- Fülle die Schüssel mit Wasser.
- Gib eine Handvoll Salz hinein. Rühr es mit der Hand an. Sag dabei: „Salz der Erde, nimm auf, was nicht mir gehört.“
- Leg die Kräuter dazu. Sag: „Kräuter des Lebens, reinigt mich.“
- Stell dich unter die Dusche (noch trocken) oder in die Badewanne.
- Gieß dir das Wasser langsam über den Kopf. Von oben nach unten. Am besten mit einer kleinen Schöpfkelle oder Becher.
- Lass es wirken. Atme tief. Bleib 5–10 Minuten stehen.
- Danach normal duschen – ohne Salz, ohne Kräuter.
- Das Wasser läuft ab – das ist gut. Es nimmt mit, was es gelöst hat.
Wichtig: Drei Tage hintereinander wiederholen. Besonders wenn du starke Belastung spürst.
3.2 Ausräuchern mit Beifuß oder Salbei
Räuchern reinigt nicht nur Räume, sondern auch dich selbst.
Du brauchst:
- getrockneten Beifuß (Artemisia) oder weißen Salbei
- eine feuerfeste Schale
- eine Feder oder einfach deine Hand
So geht’s:
- Zünde das Kraut an, lass es kurz brennen, dann puste die Flamme aus – es soll glimmen und rauchen.
- Geh mit dem Rauch von unten nach oben über deinen Körper. Erst Füße, Beine, Bauch, Brust, Arme, Hals, Kopf.
- Dabei sagen oder denken: „Alles Fremde, alles Schwere, verlass mich. Hier ist nur Licht. Hier ist nur Frieden.“
- Räuchere auch deine Wohnung – besonders Ecken, Türen, Fenster, Spiegel.
Achtung: Gut lüften. Nicht einatmen. Und Rauchmelder beachten!
3.3 Die Ei-Ausleitung (stärker als Diagnose)
Das gleiche Ei wie bei der Diagnose kannst du auch zur Reinigung nutzen.
So geht’s:
- Nimm ein frisches Ei.
- Roll es langsam über deinen ganzen Körper – vom Kopf bis zu den Füßen. Besonders über Stellen, die sich schwer oder komisch anfühlen.
- Während du rollst, denk: „Alles Fremde, alles Schwere, geh in dieses Ei.“
- Dann schlag es in ein Glas Wasser.
- Stell das Glas für eine Nacht unter dein Bett (oder daneben).
- Am Morgen: Inhalt in der Toilette entsorgen (mit Spülung) oder draußen vergraben. Das Glas gründlich reinigen.
Drei Nächte wiederholen.
Kapitel 4: Wohin mit dem belasteten Material? – Die richtige Entsorgung
Das ist einer der am meisten unterschätzten Punkte. Du kannst dich noch so gut reinigen – wenn du das belastete Material falsch entsorgst, holst du dir alles zurück.
Grundregeln für die Entsorgung:
| Material | Wohin damit? | Was sagen? |
|---|---|---|
| Ei-Wasser | Toilette (mit Spülung) oder draußen vergraben. Besser in fließendes Wasser. | „Geh zurück, woher du kamst. Oder geh ins Licht.“ |
| Salz (von Bädern) | Im Ausguss (mit viel Wasser) | „Ich danke dir, Salz. Nun geh.“ |
| Räucherasche | In fließendes Wasser oder unter einen Baum | „Nimm auf, was nicht mehr ist.“ |
| Kerzenreste | In den Hausmüll (nachdem sie kalt sind) | – |
| Persönliche Gegenstände (Fotos, Haare) | Verbrennen (sicher!) oder vergraben | „Ich löse jede Verbindung.“ |
Wichtig: Nichts von dem, was du für Reinigung verwendet hast, einfach in die Ecke stellen oder aufbewahren. Es hat seine Arbeit getan – jetzt muss es weg.
Kapitel 5: Wie schicke ich etwas zurück? (Nur für Fortgeschrittene)
Ich zeige dir diese Methode nur, weil du gefragt hast. Aber mit einer Warnung:
Zurückschicken ist nicht für Anfänger. Und nicht für Wütende.
Wenn du voller Zorn zurückschickst, schickst du Zorn. Und Zorn findet immer einen Weg zurück – oft verstärkt.
Wenn du es trotzdem tun willst, dann so:
- Stell einen Spiegel an deine Haustür oder in dein Fenster – mit der Spiegelseite nach außen.
- Sag:
„Alles, was zu mir geschickt wurde – ich nehm es nicht an. Es geht zurück. Nicht mit Hass. Nicht mit Liebe. Einfach zurück.“
- Lass den Spiegel eine Woche so stehen. Dann nimm ihn weg.
Besser ist: Neutralisieren statt zurückschicken. Darum geht’s im nächsten Kapitel.
Kapitel 6: Neutralisieren statt zurückschlagen
Die weiseste Methode ist: Weder annehmen noch zurückschicken. Sondern auflösen.
Du brauchst:
- eine schwarze Kerze
- eine feuerfeste Schale
- ein Blatt Papier
So geht’s:
- Zünd die schwarze Kerze an.
- Schreib auf das Papier: „Alles, was mir nicht dient. Alles, was mir geschickt wurde. Alles Fremde.“
- Zünd das Papier an der Kerze an und lass es in der Schale verbrennen.
- Während es brennt, sag:
„Ich nehme nichts an. Ich schicke nichts zurück. Ich löse es auf. Asche zu Asche. Nichts zu nichts. Frieden.“
- Die Asche kannst du in fließendes Wasser werfen oder unter einen Baum streuen.
Kapitel 7: Wann du unbedingt einen Profi rufen solltest
Du kannst vieles selbst machen. Aber es gibt Grenzen. Hier sind die Zeichen, dass du Hilfe brauchst:
- Du hast alle Methoden ausprobiert – und es wird schlimmer.
- Du siehst Dinge, die nicht da sind, oder hörst Stimmen.
- Du hast das Gefühl, jemand sitzt nachts auf dir.
- Deine Tiere laufen vor dir weg oder verhalten sich panisch.
- Deine Gesundheit bricht ohne ärztlichen Grund ein.
- Du spürst, dass du allein nicht mehr weiterkommst.
Das ist keine Schande. In der Tradition sagen wir: „Wenn der Kopf zu schwer ist, kann ihn nur ein anderer Kopf heben.“
Ich bin genau für solche Fälle da. Aber nicht, um dir Angst zu machen. Sondern um zu helfen, wo deine Kräfte nicht mehr reichen.
Kapitel 8: Was meine Arbeit anders macht
Ich habe in diesem Artikel viel geteilt. Das meiste kannst du selbst anwenden. Aber wenn du zu mir kommst, bekommst du mehr:
- Erfahrung: Ich arbeite seit Jahrzehnten mit schwierigen Fällen. Ich sehe, was andere übersehen.
- Tiefe: Ich arbeite nicht nur mit Techniken. Ich arbeite mit den Ahnen, mit den Kräften, mit dem, was wirklich da ist.
- Ehrlichkeit: Wenn ich dir nicht helfen kann, sag ich’s. Wenn du woanders besser aufgehoben bist, sag ich’s.
- Respekt: Du wirst nicht ausgenommen. Du wirst nicht abhängig gemacht. Du wirst gehört.
Eine Sitzung bei mir ist keine „Magie-Bestellung“. Es ist eine Begegnung. Mit dir. Mit den Bildern. Und vielleicht – wenn du bereit bist – mit dem, was hinter den Bildern wohnt.
Nachwort: Du bist nicht allein
Wenn du bis hierher gelesen hast, dann suchst du wahrscheinlich gerade nach Klarheit. Oder nach Hoffnung. Oder einfach nach einem Weg.
Ich kann dir nicht versprechen, dass alles sofort gut wird. Aber ich kann dir eines sagen:
Du bist nicht verrückt. Du bist nicht schuld. Und du bist nicht allein.
Es gibt Kräfte, die helfen – wenn du sie rufst. Es gibt Wege, die sich öffnen – wenn du gehst. Und es gibt Menschen, die dich begleiten – wenn du fragst.
Ashé.
Magier Pure, März 2026